Langsam werde ich ja der Tatsache müde, hier ständig wie eine Idiotin zu den geposteten Sendeschluss-Videos zu wiederholen, dass ich sie ...


Langsam werde ich ja der Tatsache müde, hier ständig wie eine Idiotin zu den geposteten Sendeschluss-Videos zu wiederholen, dass ich sie nicht verstanden habe. Leider ist aber auch die neue alt-J-Single so ein Fall.

Dabei denke ich, dass ich die Handlung des sehr gut gemachten Kurzfilms durchaus begriffen habe. Eine zurückgezogene Gemeinschaft von Bergarbeitern in Wales (sehr schöne Landschaftsaufnahmen!) lebt so vor sich hin. Man beschließt, der Grund wird nicht klar, dass ein Kind geboren werden muss, und eine Frau, die grundsätzlich mit jemand anderem verheiratet ist, schläft daraufhin unter Kenntnis aller Dorfbewohner mit einem der Bergarbeiter, wird auch prompt schwanger und zieht den Sohn, dessen Geburt ausführlich gezeigt wird,  mit ihrem Mann groß. Wenige Jahre später wird das Dorf von einer Lawine zerstört, alle Einwohner bis auf den Jungen kommen ums Leben. Der Waise kommt in ein Heim, wo es ihm nicht sonderlich gut ergeht, und singt dort im Chor. Ende.

Angeblich war die Arbeitsanweisung für das Video
"A Welsh mining love story; A tidal wave of earth.” What Isaiah came back with was an epic short-film inspired both by the song’s source material and Tarkovsky’s The Sacrifice. A family must pit their desire to have a child against the knowledge that this would destroy their community"
Der Verweis auf den Film The Sacrifice hilft verständnistechnisch übrigens auch nur bedingt weiter, denn dessen Handlung ist laut Wikipedia nicht unbedingt leicht nacherzählbar. Letztlich ist der Protagonist des Films bereit, alles aufzugeben, um die Zeit um einen Tag zurückdrehen zu können, was wohl auch gelingt. Also geht es im Video wohl auch um "alles aufgeben", was die Lawinenkatastrophe auslöst. Aber wer hat das beschlossen, und aus welchem Grund?

Seit fünf Jahren lebe ich in einem Haus, das damals neu gebaut war und folglich über ein zeitgemäßes Bad verfügt. Das bringt einem bei de...


Seit fünf Jahren lebe ich in einem Haus, das damals neu gebaut war und folglich über ein zeitgemäßes Bad verfügt. Das bringt einem bei der Suche nach einem eventuellen Kauf-Haus häufig in Konflikte, denn auch relativ neue Häuser stellen häufig keine Verbesserung der Wohnsituation dar. Ganz kurios wird es aber, wenn man sich Häuser und insbesondere Bäder aus den 60er und 70er Jahren bei Immoscout ansieht und sich dabei gleich in einen Wes Anderson-Film versetzt fühlt: Im Grunde sind manche dieser Räume richtig cool! Hier meine Top 5 der kürzlichen Recherchen:

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So weit alles ganz normal... Vor etwa sieben Jahren zog ich durchaus gelegentlich im Alltag hohe Schuhe an. Mit der Zeit gewöhnte ich m...

So weit alles ganz normal...

Vor etwa sieben Jahren zog ich durchaus gelegentlich im Alltag hohe Schuhe an. Mit der Zeit gewöhnte ich mich an Absatzhöhen um die sieben Zentimeter, darüber wurde es schon schwieriger. Dennoch kaufte ich immer wieder Absatzschuhe, weil ich sie einfach schön fand.

Kürzlich fiel mir allerdings auf, dass mein prall gefüllter Schuhschrank im Widerspruch zu der Tatsache steht, dass ich mittlerweile immer dieselben wenigen Paare trage - meistens handelt es sich um Sneakers. Seit ich jeden Wochentag zum Bahnhof laufe, lege ich größeren Wert auf bequemes Schuhwerk, das auch ein gewisses Tempo zulässt - ein verpasster Zug ist nun einmal schlimmer als eine verpasste U-Bahn, bei der fünf Minuten später die nächste kommt. Und wenn man erst aus dem Training ist, machen High Heels ohnehin wenig Spaß.

Diverse Male nahm ich mir vor, zumindest diejenigen vernachlässigten Schuhe, die keine hohen Absätze hatten, es aber dennoch irgendwie nie in die reguläre Auswahl schafften, öfter anzuziehen. Stets erwies sich aber bei der Umsetzung, dass meine Nichtbeachtung durchaus begründet gewesen war - auch flache Schuhe können extrem unbequem sein. Letzte Konsequenz: In den letzten Wochen habe ich acht Paar Schuhe bei eBay eingestellt.

Nachdem der Schuhschrank nun wieder mehr Platz aufweist, erinnerte ich mich plötzlich an eine Werbung der deutschen Schuhmarke Tamaris, die ich Monate zuvor im Netz gesehen hatte: Unter dem Label "Heart & Sole" behauptet man, den bequemen Absatzschuh erfunden zu haben. Da ich mein Leben nun doch nicht komplett in Sneakers verbringen möchte, sah ich mir die diversen Modelle an und bestellte mir schließlich aus Neugier eines.

... aber mit ungewöhnlich dicker, herausnehmbarer Innensohle

Den Bewertungen im Online-Shop hatte ich bereits entnommen, dass die patentierte Innensohle, die zum gesteigerten Tragekomfort führen soll, viel Platz benötigt, was wiederum dazu führt, dass die Schuhe recht klein ausfallen. Deshalb bestellte ich mir gleich zwei Größen, was aber nicht wirklich half: In meiner normalen Schuhgröße sitzen die Pumps durchaus stramm, eine Nummer größer ist der Schuh aber zu lang, was bei High Heels das Gehen mehr oder wenig unmöglich macht - man kann nicht stöckeln und gleichzeitig hinten aus seinem Schuh herausschlappen.

Die wichtigere Frage ist aber natürlich die nach der Bequemlichkeit. Tatsächlich führt die Innensohle dazu, dass sich der Fuß gut gepolstert anfühlt. Ich würde sagen, dass diese Absatzschuhe durchaus bequemer sind als ähnlich hohe reguläre Modelle - Wunder sollte man aber, wer hätte es gedacht, natürlich nicht erwarten.

Für mich sind die Schuhe hoffentlich ein Anreiz, es doch wieder häufiger mit den in meinem Schrank noch vorhandenen höheren Schuhen zu versuchen, quasi als Trainingsmodell. Den Weg zum Bahnhof werde ich aber wohl nie in Pumps zurücklegen.

Vor eineinhalb Jahren fragten wir bei der Band Hundreds an, ob sie nicht ihr akustisches Set in unserem Wohnzimmer vortragen könnten. Der...


Vor eineinhalb Jahren fragten wir bei der Band Hundreds an, ob sie nicht ihr akustisches Set in unserem Wohnzimmer vortragen könnten. Der Booker antwortete, Hundreds hätten zu viel Equipment, um in dieser Umgebung aufzutreten, er hätte aber Missincat im Angebot. Wir hörten uns die Musik der in Berlin lebenden Italienerin an, waren überzeugt und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte.

Generell wusste ich also, dass sich beide Acts vermutlich kennen, dennoch war ich überrascht, als Missincat vorgestern in meinem Instagram-Feed auftauchte - weil sie gemeinsam mit Wallis Bird Hundreds bei einer Akustikversion von "Flume" (im Original von Bon Iver) unterstützt hat.

Das Lied erscheint demnächst auf der "Wilderness Akustik Edition" gemeinsam mit "Un-unify", "Spotless", "Black Sea" und "Lily - ausschließlich auf Vinyl und in meinem Haushalt selbstverständlich bereits vorbestellt.





Letzte Woche gab es, wie jeden November, eine neue Designerkollektion bei H&M. Dieses Mal kooperierte man mit der Luxusmarke Erdem, u...


Letzte Woche gab es, wie jeden November, eine neue Designerkollektion bei H&M. Dieses Mal kooperierte man mit der Luxusmarke Erdem, und die im Rahmen der Zusammenarbeit entstandenen, meist blumenverzierten Röcke, Kleider, Schuhe und Taschen gefielen mir durchaus sehr gut - aber bei weitem nicht gut genug, um mir den Tag frei zu nehmen und mich nachts vor einer H&M-Filiale anzustellen. In der Vergangenheit war es noch gelegentlich möglich, auch ein paar Tage nach dem Launch noch das eine oder andere Stück zu ergattern, so erinnere ich mich, dass ich bei Stella McCartney (2005) und Viktor & Rolf (2006) sogar mehrfach in Filialen war, weil nach mehreren Tagen noch Artikel übrig waren. Mittlerweile müsste man schon sehr viel Zeit (oder später bei eBay viel Geld) investieren, um einen Wunschartikel zu ergattern.


Dafür bekam ich im Oktober zum Geburtstag aber Artikel aus einer anderen Designer-Kollaboration zum Geburtstag geschenkt: J.W. Anderson, der Modeblog-Leserinnen durchaus ein Begriff ist, kooperierte mit der japanischen Version von H&M, Uniqlo. Diese Kollektion hat auch ein Motto, sie versucht nämlich, traditionelle britische Kleidungsstücke für das moderne Leben anzupassen. Und so findet man unter den Kleidungsstücken Dufflecoats, gestreifte Schals, Trenchcoats und Cricket-Pullover - allesamt in modernisierten, alltagsgeeigneten Versionen.


Und somit habe ich trotz der Unerreichbarkeit der H&M-Kollektion nun doch ein paar neue "Designerartikel" im Schrank, Juhu!


Als Sky-Kundin werde ich bereits seit vielen Wochen mit Werbung für die neue Eigenproduktion Babylon Berlin beschossen. Tom Tykwer! Diver...


Als Sky-Kundin werde ich bereits seit vielen Wochen mit Werbung für die neue Eigenproduktion Babylon Berlin beschossen. Tom Tykwer! Diverse bekannte Schauspieler! 5000 Komparsen! Jede Folge kostet 2,5 Millionen Euro! Drogen! Nazis! Kommunisten! Wilde Partys!

Am 13. Oktober lief die auf zwei Staffeln ausgelegte Serie dann an, und ich kenne mittlerweile sieben Folgen (die erste Staffel hat acht). Einerseits war ich gespannt gewesen auf die aufwändige Produktion und auch die gegen Ende der Weimarer Republik spielende Handlung, andererseits aber auch skeptisch: Gut umgesetzte historische Geschichten kennt man eben eher aus anderen Ländern, in Deutschland konnte ich mir das nur schwer vorstellen.

Tatsächlich wird Babylon Berlin aber den von Sky selbst verliehenen Vorschusslorbeeren gerecht: Die Handlung ist einerseits spannend (auch wenn die riesige Anzahl agierender Figuren anfangs verwirrt), andererseits wird der historische Zusammenhang interessant, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger dargestellt. Tatsächlich denkt man als Zuschauer des öfteren "Krass, das alles ist extrem kurz vor der Nazizeit", aber es wird auch nicht oberlehrerhaft erzählt, wie das (zumindest laut meinen Phantasiefreunden vom "Kleinen Fernsehballett") offenbar bei der ebenfalls historischen Serie Charité der Fall war, wo jeder historische Zusammenhang quasi mit dem Hammer in den Zuschauer eingeklopft wurde, auf dass dieser auch ja nichts übersah. Und, auch das sollte man erwähnen, die teure Produktion versetzt den Zuschauer überzeugend ins Berlin der späten 20er Jahre.



Soll ich noch etwas zur Handlung erzählen? Gideon Rath ist Polizist und kommt in geheimer Mission nach Berlin, eigentlich soll er nämlich einen Sexfilm, mit dem der Kölner Bürgermeister erpresst wird, finden und verschwinden lassen. Vor Ort wird der junge Mann, der wegen eines Kriegstraumas heimlich Drogen nimmt, aber mit einer anderen mysteriösen Geschichte konfrontiert, die sich um einen Güterzug aus Russland und einen verschwundenen Kommunisten dreht. Zu seiner Helferin wird dabei Charlotte Ritter, die im Polizeipräsidium eigentlich nur Gelegenheitsarbeiten verrichtet, sich aber zur Kriminalistin berufen fühlt.

Nebenbei lernt man diverse Personen kennen, die allesamt Interesse an dem geheimnisvollen Güterzug haben, wobei der Übergang zwischen den "Guten" und den "Bösen" bislang erfreulich unscharf bleibt.

Nicht-Sky-Abonnenten reagierten zum Teil enttäuscht darauf, dass die Serie erst mit erheblicher Verspätung in der ARD laufen wird - dabei hatte diese mit finanziert. Das ist aber auch nicht anders als bei von öffentlichen Sendern mitfinanzierten Kinofilmen - auch diese kann man auch als Gebührenzahler zunächst für Geld im Kino sehen und erst später dann im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

Aktuell läuft im Kino eine Verfilmung von Jo Nesbøs Krimi Schneemann . Das nahm ich zum Anlass, endlich einmal das Hörbuch zu höre...


Aktuell läuft im Kino eine Verfilmung von Jo Nesbøs Krimi Schneemann. Das nahm ich zum Anlass, endlich einmal das Hörbuch zu hören, das ich schon seit Jahren besitze. Damals kaufte ich meine Zuglektüre gerne aus zweiter Hand und auf CD. Mittlerweile bin ich schon lange zu Audible gewechselt, weil es kaum mehr kostet und die Auswahl an englischsprachigen Titeln unschlagbar ist. Noch ein Vorteil von Audible (Nein, die bezahlen mich nicht): Es gibt von den meisten Romanen ungekürzte Versionen.

Meine von CD eingelesene Hörbuchversion von Schneemann dauert gute sieben Stunden. Die ungekürzte Version, die Audible auf Lager hätte, kommt auf 15! Und so verwundert es wenig, dass ich der arg zusammengestutzten Handlung meiner CDs manchmal nicht folgen konnte. Auch das klassische Krimi-Problem, nämlich dass man bei ungewöhnlich häufig erwähnte Nebenfiguren sofort den Verdacht bekommt, dass sie noch wichtig sein könnten, verstärkt sich noch, wenn man davon ausgehen kann, dass jeder weglassbare Satz ausgelassen wurde.

Dann habe ich noch ein Problem mit Jo Nesbø, an dem ich allein selbst schuld bin: Ich kenne mittlerweile die meisten seiner Krimis über den alkoholkranken Polizisten Harry Hole, nur habe ich sie in der völlig falschen Reihenfolge konsumiert. So kannte ich vor Schnemann bereits das Nachfolgebuch Leopard, und auch Koma habe ich bereits angehört. Allzu dramatisch ist das nicht, führt aber dazu, dass ich es zum einen nicht schaffe, mit den diversen Nebenfiguren um Harry, speziell seinen Kollegen bei der Polizei, Schritt zu halten, und zum anderen manche Ergebnisse bereits kannte, wenn ich mich doch einmal erinnern konnte.

Kurz zur Handlung: Eine Ehefrau und Mutter verschwindet spurlos, was über Umwege Harry Hole zu der Erkenntnis führt, dass seit vielen Jahren immer wieder Frauen verschwinden - die es, da nie Leichen gefunden wurden, niemals in die Mordkartei geschafft haben. Alle Verschwundenen haben Ehemänner und Kinder. Die Entführungen ereigneten sich stets, wenn in Oslo der erste Schnee fiel, und es ist bislang niemand aufgefallen, dass im Umfeld der Orte des Verschwindens auch immer ein Schneemann vorhanden war. Dass Harry all diese Dinge bemerkt, hat allerdings auch viel damit zu tun, dass er einen mysteriösen Brief erhalten hat, der ihn erst darauf brachte, die Vermisstenfälle zu untersuchen.



Trotz der genannten Einschränkungen ist Schneemann von der Atmosphäre her sicher eines der besten Jo Nesbo Bücher, und die Auflösung hätte mich in der ungekürzten Version sicherlich mehr überrascht... Es wundert mich also nicht, dass dieser siebte Teil der Buchreihe der erste ist, der verfilmt wurde.

Was nun den Film angeht, wollte ich mir diesen ursprünglich ansehen, sowohl der Regisseur (Tomas Alfredson machte Let The Right One In und Tinker Tailor Soldier Spy) als auch die Schauspieler versprachen ein tolles Kinoerlebnis, und der Trailer sah auch sehr gut aus. Leider sind die Kritiken aber absolut vernichtend, weshalb ich nun locker warten kann, bis der Film im Fernsehen kommt.


Manchmal denke, ich, mein Freund erfindet Dinge, um nicht vorhandene Wissenslücken bei mir zu produzieren, damit ich mit ihm zu Konzerten...


Manchmal denke, ich, mein Freund erfindet Dinge, um nicht vorhandene Wissenslücken bei mir zu produzieren, damit ich mit ihm zu Konzerten gehe, um diese zu schließen. Oder habt ihr schon einmal etwas vom „New Acoustic Movement“ oder „Quiet is the new loud“ gehört? Außerdem denkt er sich zu diesen Musikrichtungen Bands, wie Turin Brakes, I Am Kloot oder Starsailor aus, um seine Behauptungen glaubhafter wirken zu lassen. Obwohl diese Bands nicht zu den zwei CDs* gehörten, die ich 2001 gekauft habe, gibt es sie tatsächlich und die beiden oben genannten Genre-Einteilungen wurden wirklich von der englischen bzw. deutschen Presse erfunden, um unterschiedliche Künstler mit einem Label versehen und eine Bewegung konstruieren zu können.

Mit Starsailor hat eine dieser Gruppen nach längerer Stille wieder ein neues Album aufgenommen und ist aktuell auf Europatournee. Da mein Freund das Debütalbum sehr schätzt und aus diesem viele Lieder gespielt werden sollten, machten wir uns Samstag Abend auf den Weg ins Frankfurter Zoom.


Der Abend stand unter dem Zeichen der schnellen Übergänge: Nachdem beim Italiener nahe des Zoom unser Essen so schnell gebracht worden war, dass mein Freund irritiert fragte, ob ich unsere Bestellung mit der Reservierung durchgegeben hätte, erreichten wir den Club mühelos schon kurz vor 8 - dennoch stand die Vorband Kensington Road bereits auf der Bühne und hatte sicherlich schon einen Großteil ihres Auftritts absolviert.

Sehr traurig machte uns das nicht, musikalisch beeindruckte uns der Indierock (oder doch Kirmesrock?) der deutschen Band nur wenig. Bemerkenswert waren zum einen die Ansagen, die das Publikum immer wieder aufforderten, auszuflippen, einen Moshpit zu bilden etc. (von diesen Dingen war man um diese Zeit im gut gefüllten Zoom weit entfernt), zum anderen der unfassbar gut bestückte Merchandise-Stand. Von Kensington Road gibt es so ziemlich alles - um so erstaunlicher, weil Starsailor als Hauptact im Gegenzug überhaupt keinen Merch anboten.


20:25 - Kensington Road verließen die Bühne. 20:37 - Starsailor begannen mit ihrem Auftritt. Der Clubname „Zoom“ gefiel dem Quartett augenscheinlich gut, sie begrüßten uns schmunzelnd in dem „sweaty little club“. Man freute sich augenscheinlich, wieder einmal in Deutschland zu sein, der letzte Auftritt hier ist auch über zwei Jahre her, in Frankfurt war man zuletzt vor 10 Jahren - als Vorband der Rolling Stones im Stadion.


Gespielt wurde an diesem Abend eine Mischung aus Songs des aktuellen Albums „All This Life“ mit früheren Titeln, wobei das laut meinem Freund beste Album, das Debüt „Love Is Here“ mit sieben Liedern die meisten beitrug. Von „All This Life“ waren es, da die Setliste im Vergleich zu vorherigen Auftritten etwas kürzer ausfiel, immerhin fünf. Das Publikum war zum Großteil gesetzteren Alters, durchaus begeisterungsfähig, aber vermutlich hauptsächlich an den älteren Songs interessiert - insofern hatte die Band mit der Setliste alles richtig gemacht.

Im Publikum entdeckten wir zudem diverse Briten, einer trat in Dialog mit der Band, indem er nach oben schrie, er sei aus Motherwell. Sänger James Walsh entgegnete, seine Mutter sei auch aus Schottland, er fände Schottland super. Darauf rief der Schreihals „I love your mom“ und Walsh entgegnete gespielt entsetzt „Oh! Does my dad know?“


Zum Thema „New Acoustic Movement“ lieferte das Konzert nur einen Beitrag, eine Coverversion von Tom Pettys „American Girl“, die Walsh alleine darbot, und die sicherlich seit Pettys kürzlichem Tod im Liveprogramm ist. „Way To Fall“ wurde angekündigt, indem Walsh zunächst anmerkte, dass er einige im Publikum schon bei vorherigen Konzerten gesehen hätte und dann erklärte, dass dieser Song zuletzt nicht auf der Setliste gewesen sei. Schön, wenn auch an die Mehrfachkonzertbesucher gedacht und ein wenig variiert wird (Gell, Noel Gallagher?).

Mitsingmäßig traute man dem Publikum nicht allzu viel zu, im Wesentlichen wurden wir angehalten, gelegentlich "Ohoho" zu machen, was dann immerhin auch gut gelang. Erst gegen Ende des Hauptteils, verließen Starsailor die „All This Life“- und „Love Is Here“-Spur und spielten 3 Singles aus anderen Alben. An „Tell Me It's Not Over“, das einige Songzeilen aus MGMTs „Kids“ enthielt, schlossen sich „Four To The Floor“ und „Silence Is Easy“ an. Mit „Four To The Floor“ wurde tatsächlich ein Song gespielt, den ich bereits vorher kannte!


Im Zugabenteil spielen Starsailor aktuell immer „FIA (Fuck It All)“, bei dessen Falsett-Teil James Walsh erstmals stimmlich schwächelte, und eine 8-minütige Fassung von „Good Souls“, die Bezug auf Fatboy Slims „Praise You“ nahm, nicht nur hinsichtlich der Tanzmoves des Bassisten. Eine seltsame Entscheidung, die eigenen Hits mit denen bekannterer Acts zu garnieren!

Nach dem Konzert, das gegen 22 Uhr endete, waren Starsailor und Publikum sichtlich zufrieden, vom Band kam ein weiterer Tom Petty-Song, mein Freund freute sich über die sieben Songs aus „Love Is Here“ und ich kenne jetzt einen nicht mehr ganz so jungen Vertreter des „New Acoustic Movements“.


Setliste:

Listen to Your Heart
Alcoholic
Poor Misguided Fool
Lullaby
Blood
Fever
American Girl (Tom Petty and the Heartbreakers cover)
Sunday Best
Way To Fall
Tie Up My Hands
Best of Me
Tell Me It's Not Over 
Four to the Floor 
Silence Is Easy

FIA (Fuck It All)
Good Souls


*Placebo und möglicherweise Ladytron.

Ich kann nicht wirklich behaupten, dass ich dieses Video verstehe, spannend anzusehen ist es allemal. Laut dem Regisseur Loïc Andrieu geh...


Ich kann nicht wirklich behaupten, dass ich dieses Video verstehe, spannend anzusehen ist es allemal. Laut dem Regisseur Loïc Andrieu geht es darum, das Erwachsenwerden darzustellen, als eine Zeit, in der man einerseits erkennt, dass es in der Welt mehr gibt als das bislang Erfahrene, andererseits aber längst nicht alles versteht. Insofern gibt es vermutlich also nicht allzu viel zu begreifen.

Gestern feierte ich den Feiertag Sankt Brück, für den ich hauptsächlich ausgedehntes Couchsitzen vorgesehen hatte. Mein Freund dagegen wa...


Gestern feierte ich den Feiertag Sankt Brück, für den ich hauptsächlich ausgedehntes Couchsitzen vorgesehen hatte. Mein Freund dagegen war so wild darauf die Band Ride bei ihrer aktuellen Tour zu sehen, dass er sich auf nach Brüssel machte. Drei Stunden hin, drei Stunden zurück... hier berichtet er, was dazwischen passierte.


Wie oft hast du Ride jetzt schon live gesehen?

Gestern Abend zum vierten Mal. Jedoch nur einmal vor der Auflösung, und zwar 1994 beim Creation Records Festival in der Royal Albert Hall. Leider - wie alle Auftritte damals - ein sehr kurzes Vergnügen - aber „I Don’t Know Where It Comes From“ mit großem Kinderchor.
Und dann vor zwei Jahren mit dir beim Best Kept Secret Festival und A Summer’s Tale Festival.


Gab es denn kein Konzert, dass es mit weniger Fahrzeit erreichen ließ?

Leider nein. Tatsächlich sind für uns Konzerte in Luxemburg, Belgien und den Niederlanden schneller zu erreichen als die einzigen Deutschlandauftritte von Ride in Berlin und beim Rolling Stone Weekender in der Nähe von Fehmarn. Insgesamt hat die Europatournee auch nur 6 Stationen. Außerdem konnte ich durch diesen Ausflug mit Christoph einen neuen Ground machen, denn zuvor war ich in Brüssel nur bei Noel Gallagher im Ancienne Belgique  gewesen.


Wer war denn die Vorband?

Die Vorband war eine schöne Überraschung, denn bei Platten vor Gericht hatte ich letztes Jahr schon über die französische Shoegaze-Band Dead Horse One berichtet und mich über deren Album „Season Of Mist“ gefreut, das in meiner Jahresendauswertung auf Platz 27 meiner liebsten Platten kam.

Das Quintett spielte leider nur ca. 25 Minuten und insgesamt 6 Lieder aus seinen beiden Alben. Ihr Debüt wurde übrigens von Mark Gardener produziert - so sind Dead Horse One sicherlich zu ihrer Rolle als Support auf der Europatournee gekommen. Ich hätte mich über 25 weitere Minuten auch nicht beschwert.

Setliste:

He Goes Down
Hopper
I Love My Man
Mesmerise Me
Season Of Mist
By My Side


Gibt es eigentlich auch junge Ride Fans oder sind die jetzt alle in den 40ern?

Also zumindest einen jungen Fan gab es in der ersten Reihe, der zum Beispiel bei „Leave Them All Behind“ kräftig im Takt auf der Bühne trommelte. Andy Bell klatschte ihn auch begeistert vorm Zugabenblock ab und später gab es auch noch ein Plektrum als Geschenk. Ansonsten waren die Zuschauer im recht kleinen Konzertraum eher mit der Band gealtert.

Aber wenn wir schon über kleine Ride Fans sprechen, dann muss ich auch noch von einem großen, vielleicht dem größten, berichten: Mit uns stand Heike in der ersten Reihe, die wir bereits beim Konzert von Lush in London und beim A Summer’s Tale Festival, natürlich dem mit Ride, getroffen hatten. Ihre Antwort „Alle, bis auf eins“ auf Christophs Frage, wie viele Konzerte sie auf Rides Europatournee sehen würde, war nur die Spitze des Eisberges. Denn neben zahlreichen Konzerten in England hatte sie zuvor auch bereits die USA besucht, um dort Konzerte der Shoegazer zu sehen. Und weil die Ostküste im Juli und die Westküste im September anstanden, gleich zweifach. Im Februar geht es übrigens für zwei Konzerte nach Japan und bei dem Hinweise „More upcoming shows“ auf der Webseite von Ride hofft sie vermutlich auf sich anschließende Auftritte in Australien.

Und hier wird man schon mit ungläubigen Blicken bedacht, wenn man 3 Stunden für Ride fährt oder nur 3 Auftritte von Noel Gallagher im kommenden Frühjahr sehen möchte!


Und wie war das Verhältnis zwischen alten und neueren Liedern?

Im Verlauf der seit März laufenden Tournee wurden mehr und mehr Lieder von „Weather Diaries“ in die Setliste aufgenommen. Anfangs waren es zunächst vier, gestern Abend spielten Ride acht neue Lieder, bis auf „Home Is A feeling“ und „Rocket Silver Symphony“ wurde das komplette Album gespielt, das kurze und instrumentale „Integration Tape“ lief als Intro zum Konzertbeginn. „Impermanence“ feierte in der L’Orangerie du Botanique sogar seine Live-Premiere, weshalb Mark Gardener auch den Liedtext vor sich liegen hatte.


Gab es wesentliche Unterschiede zum Auftritt beim A Summer’s Tale Festival, den ich zuletzt gesehen habe?

Eigentlich wenig. Da kommen immer noch vier ältere Männer auf die Bühne und spielen ohne großen Firlefanz und lange Reden tollen Shoegaze. Bezüglich der Songauswahl hat sich aber insgesamt einiges getan: Die neu aufgenommenen Lieder haben glücklicherweise keine alten Songs ersetzt, denn die Setliste wächst und wächst. Auf den Festivals haben Ride vor zwei Jahren 11 bzw. 12 Lieder gespielt, gestern Abend waren es insgesamt 20.

Klassiker wie „Leave Them All Behind“, „Twisterella“ oder „Vapour Trail“ sind natürlich immer noch im Programm und wurden mit großer Begeisterung aufgenommen. Bei „Drive Blind“ gab es am Ende wieder die gewohnte und immer noch tolle Lärmorgie. Ansonsten zeigten sich  Ride variabel bei der Auswahl der früheren Songs und spielten zum Beispiel „Chelsea Girl“ und „Unfamiliar“ von frühen EPs oder „From Time To Time“ aus dem bisher ignorierten Album „Carnival Of Light“.

Der größte Unterschied war, dass ich von den kürzeren Festivalauftritten deutlich begeisterter war. Denn nur wenige der neuen Lieder, etwa „Lannoy Point“, „Cali“ oder „All I Want“, können mit den früheren Sachen mithalten, so dass sich doch die ein oder andere Länge einschlich.


Damals beim den beiden Festival-Auftritten vor zwei Jahren deckte Mark Gardener seine schwindende Haarpracht mit einem Hut ab. Ist das jetzt Standard?

Vielleicht tun wir ihm mit dieser Unterstellung Unrecht und es war einfach ein Sommerhut, denn aktuell verzichtet er auf diesen.


Hatte Andy Bell wieder seine Beady Eye Kisten dabei?

Gut, dass du fragst! Denn schau einmal was mittlerweile mit Klebeband aus dem BE auf den Kisten gemacht wurde:


Wurde auch geredet?

Wenig. Und das Wenige war leider an unserem Standort auch kaum zu verstehen. Gelegentlich wurden Lieder angesagt oder sich auf französisch bedankt.


Wie lange hat der Spaß denn gedauert? Und gab es Zugaben?

Anfangs hatten wir etwas Angst, dass wir nur 16 Songs zu hören bekommen würden, denn bei Mark Gardener und dem Bassisten Steve Queralt lagen zunächst, was wir sehr gut sehen konnten, da wir in der ersten Reihe standen, unterschiedliche Setlisten. Einmal mit und einmal ohne Zugaben. Und dann wurde die längere Liste bei Mark auch noch gegen die kürzere ausgetauscht! Letztendlich bekamen wir aber nach dem Hauptteil noch vier weitere Songs zu hören, so dass der Auftritt rund 110 Minuten dauerte. Ein Ride-Konzert ohne „Leave Them All Behind“ wäre auch nur schwer vorstellbar gewesen, oder?


Hast du mir etwas mitgebracht?

Also nichts vom Merchandise-Stand, aber nur, weil ich vorher mein ganzes Geld in belgische Schokolade für dich investiert habe.


Hast du außer den schönen Fotos auch an die Setliste gedacht?

Klar.

Setliste:

Lannoy Point
Charm Assault
Weather Diaries
Taste
Unfamiliar
From Time To Time
Dreams Burn Down
Cali
Twisterella
Impermanence
Lateral Alice
All I Want
OX4
Vapour Trail
Drive Blind

White Sands
Like A Daydream
Leave Them All Behind
Chelsea Girl



Assoziationen, die das neue "The War On Drugs"-Video bei mir auslöst: Oh, amerikanische Wüstenlandschaft. Wo das wohl aufgen...



Assoziationen, die das neue "The War On Drugs"-Video bei mir auslöst:
  • Oh, amerikanische Wüstenlandschaft. Wo das wohl aufgenommen wurde?
  • Groot aus Guardians of the Galaxy macht einen Road Trip!
  • Mit einer jungen Frau, die ich... Moment... neulich erst im Kino gesehen habe! Als Beverly Marsh in It!
  • Konsequent, dass man sich als Pflanze am meisten über Wasser freut...
  • ...aber, das hätte ich Beverly als erfolglose Gärtnerin sagen können, zu viel Wasser kann durchaus schaden!

Liebes Internet, die Extrastunde, die uns die herbstliche Zeitumstellung zurückgegeben hat, wurde hier wieder zur Renovierung genutzt - ...



Liebes Internet, die Extrastunde, die uns die herbstliche Zeitumstellung zurückgegeben hat, wurde hier wieder zur Renovierung genutzt - wobei mein technischer Support ehrlich gesagt immer etwas mehr als ein Stündchen investiert.

Wie jedes Jahr folgt eine Aufreihung sämtlicher Layouts, die der Blog bislang hatte. Mittlerweile gibt es eine lange Liste, wir sind nämlich nun bei Nummer 10. Da wären:

Fleur: 2008 bis 2009


Stitch: 2009 bis 2010


Silva: 2010 bis 2011



CS5 Texturizer: 2011 bis 2012



Insomnia: 2012 bis 2013



Folify: 2013 bis 2014



Scratch: 2014 bis 2015



Time Line: 2015 bis 2016


Milano: 2016 bis 2017